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Millimeterarbeit bei Regen
Nasse Straßen sind gefährlich: Untersuchungen haben gezeigt, dass das Unfallrisiko bei Nässe um mindestens 30 Prozent steigt. Schon bei feuchter Fahrbahn verlängern sich die Bremswege erheblich.
Testergebnis der Bremswegdifferenz trocken/nass aus 60 km/h bis zum Stillstand: etwa 5,3 Metern. Aus 100 km/h erhöht sich der Unterschied bereits auf 8,7 Meter und steigt mit der Geschwindigkeit weiter.
Die Profiltiefe hat bei Nässe einen erheblichen Einfluss auf die Leistung der Reifen.
Testergebnis der Verzögerung von 100 km/h auf 60 km/h: Bremsweg mit 7 mm Profiltiefe gut 50 Meter, bei 2 mm Profiltiefe 70 Meter. Bei abnehmender Profiltiefe verlängern sich auf nasser Fahrbahn die ohnehin schon gewachsenen Bremswege zusätzlich. Wenn es stärker regnet und Wasser auf der Fahrbahn steht, droht Aquaplaning. Ein Wasserkeil schiebt sich unter die Reifen, der Bodenkontakt geht verloren, das Fahrzeug ist nicht mehr lenkbar. Abhängig ist dieser Effekt vor allem vom Tempo und der Reifenprofiltiefe. Bei Tempo 100 verdrängt ein neuer Reifen rund 22 Liter Wasser pro Sekunde. Bei 3 mm Restprofil reduziert sich die Wasserverdrängung auf etwa 30 Prozent, die Reifen schwimmen früher auf. 1,6 mm Mindestprofiltiefe sind zulässig, Problem: zu lange Bremswege und frühes Aquaplaning. Zur Sicherheit sollten breite Sommerreifen bei 3 mm Restprofiltiefe getauscht werden, schmale Dimensionen spätestens bei 2 mm und Winterreifen bei 4 mm.

Wohnwagenreifen
Reifen an Fahrzeugen, die mehr stehen als fahren unterliegen einer spezifischen und der Reifenhaltbarkeit
nicht sehr zuträglichen Belastung. Dazu gehören vor allem Wohnwagen, Wohnmobile und Sportanhänger,
die meist selten bewegt werden, im Ernstfall aber oft viel Gewicht tragen müssen.
Reifen enthalten Zusatzstoffe wie Alterungsschutzmittel und Weichmacher. Sie entfalten ihre Wirksamkeit nur im Fahrbetrieb, wenn der Reifen rollt. Bei längeren Standzeiten wird der Reifen vorzeitig spröde, zeigt an der Seitenwand kleine Risse. Wenn dann die nächste Tour ansteht, mit voll beladenem Fahrzeug, ist der Totaldefekt sehr wahrscheinlich.
Reifen sollten bei längeren Standzeiten abgedeckt werden, um sie vor Sonne schützen.
Wichtig:
Reifen während der Standzeit entlasten und im Fahrbetrieb immer den jeweils vorgeschriebenen Fülldruck einhalten. Grundregel: Zwei Zehntel Fülldruck zu viel sind eher positiv, zwei Zehntel zu wenig können sich auf Dauer katastrophal auswirken.
Die Grenze für den fälligen Reifentausch bei Wohnwagen und Fahrzeugen mit ähnlichem Fahrbetrieb beträgt sechs, maximal aber acht Jahre. Bei einer Zulassung bis 100 km/h ist die Grenze von sechs Jahren gesetzlich vorgeschrieben. Auf jeden Fall empfiehlt es sich zu Ihrer Sicherheit, Reifen nach längerer Standzeit und vor der nächsten Tour bei uns auf Funktionstauglichkeit überprüfen zu lassen.

 

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